- Seite 1/4 - Der Friede Gottes! welcher Höher ist, dann alle Menschliche Vernunft, sey mit und bey euch allen amen. Herzliche Geliebte Geschwistert, Freunde, und bekannte. Da es sich eine gelegenheit geäußert, euch einen Brief zuzusenden, und von meinem Aufenthalt Nachricht mit zu Theilen, ich meines Theils befinde mich in einem guten Wohlseyn, und bin gott! sey es gedankt seit dem ich von euch Abwesent bin, noch nie Krank gewesen, hofentlich werden diese paar Zeilen auch euch alle gesund antrefen, welches mir von Herzen lieb ist. Habe aber viel Ungemach auf dem großen adlandischen Welt Meere, ausgestanden worauf wir 18. ganze Wochen zugebracht, in Hunger in Kumer, in Durst, und in großem Elend. Es waren allbereit 250. Menschen auf dem Schiff, und alle Tage großen Sturm, und Wind, und ungewitter, wovon der eine Nämlich der 3.te Mastbaum, und das Ruder gebrochen, und die Lebens Mittel beynahe ausgegangen, wo zu befürchten allem Menschlichen Ansehen nachzu verhungern. Die gütige Vorsehung aber hat uns glücklich in der 19.ten Woche in den Hafen von Baltimore, gebracht. Alda wir verkauft worden sein, ich habe das Glück gehabt zu einem Deutschen Mann zu kommen, und 3. Jahre vor meine Fracht zu dienen, so ein jeder der nicht frey hieher gekommen. Meistr. -- - war gebürtig bey Weißenburg, von Hatten. Und seine Frau von großen Gardig, bey Hallbrunn, wohnte aber 100 Meilen von Baltimor ab und handelte mit fetten Ochsen nach Baltimore, da habe ich dem F. Jacob Krieg seinen Ältesten Sohn angetrofen, bey einem Schmiedt. und Georg Würdenbächer von Illbesheim ein becker, welcher aber seinem Mstr. entwichen es hat ein jeder müßen 81. Thaler oder 50.(Pfund): 6 Shilling, 7. benz. bezahlen vor seine fracht. macht nach deutschem Geld 202. Gulden. ich habe etwas mehr auf dem ganzen |
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